Heute soll es etwas theoretischer zugehen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was ist eigentlich ein gutes Foto? Wie definiert man das? Ist ein gutes Foto, was der subjektive Betrachter als solches empfindet? Ich möchte dazu eine kleine Umfrage durchführen und hoffe zudem auf eine interessante Diskussion in den Kommentaren. Vorweg möchte ich einen kleinen theoretischen Teil zur Beziehung zwischen Fotograf und „Kunde“ geben.

Fotografen leben ja, wie andere Dienstleister auch, von der Anerkennung der Kunden. Fotografen sind also zunächst einmal darauf angewiesen, dass die fotografischen Erzeugnisse von anderen Menschen wahrgenommen werden (1. Aufmerksamkeit). Damit sich zwischen Fotograf und Betrachter aber eine längerfristige Beziehung formt, ist es aber darüber hinaus notwendig, dass dem Betrachter (=Kunden) die Fotografien (=Produkte) gefallen (2. Anerkennung). Diese Anerkennung gegenüber der Arbeit des Fotografen zeigt sich dann idealerweise daran, dass der Betrachter auch an künftigen Erzeugnissen Interesse zeigt und sich damit eine Form der dauerhaften, stabilen Aufmerksamkeit und Anerkennung bildet (3. Treue).

Damit der Fotograf nun die drei definierten Stufen der Dienstleister-Kunde-Beziehung (Aufmerksamkeit, Anerkennung, Treue) erklimmt, müssen die Fotos „gefallen“. Und an dieser Stelle fragt man sich unweigerlich: was heißt „gefallen“? Es muss sicherlich über einen schnell vergänglichen „Like“ in sozialen Medien hinausgehen. Ein „guter“ Fotograf muss glaubwürdig sein und konstante, verlässliche Arbeit anbieten. Aber was steckt eigentlich dahinter, wenn jemand sagt: „Der macht aber gute Fotos“?

Was ist ein gutes Foto?

Dazu habt Ihr zum einen die Möglichkeit, an der folgenden kleinen Umfrage teilzunehmen, die ein paar Definitionsvorschläge anbietet, aber auch Freiraum für weitere Ideen gibt. Desweiteren würde ich mich über eine spannende Diskussion in den Kommentaren freuen.

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